Schreibwettbewerb 2026

Torgelow News

Fesselnde Geschichten über Angst, Mut und Hoffnung

Es war still im Forum im Schloss. Wirklich still. Denn unsere Schülerinnen und Schüler haben beim Finale des Schreibwettbewerbs Texte vorgelesen, die unter die Haut gingen. Geschichten über Angst, Schuld, Hoffnung, Menschlichkeit und Mut sorgten für einen literarischen Nachmittag, der viele Zuhörer tief bewegt hat.

Am Freitagnachmittag vor dem Elternsprechtag war es wieder soweit. Zum Finale des Schreibwettbewerbs trafen sich im Forum im Schloss interessierte Schüler, Lehrer und die eingeladenen Eltern der Teilnehmer, um die gelungensten Texte des diesjährigen Torgelower Schreibwettbewerbs zu hören.

Auch in diesem Jahr stand mit der Hamburger Guntram-und-Irene-Rinke-Stiftung ein bewährter Partner an unserer Seite. Ganz herzlichen Dank an Hanno Rinke für die großzügige und engagierte Unterstützung unseres Wettbewerbs, der diesmal einem ganz neuen Konzept folgte, wonach die ersten Schreibphasen ausschließlich im Unterricht stattfanden. Mit ganz viel Zeit für kreative Ideen und individuelle Zugänge entstanden beeindruckende Texte.

Alle Schüler von der 5. Klasse bis zur K1 reichten ihren favorisierten Text ein. Die Deutschlehrer wählten die Klassenbesten aus und eine Jury, bestehend aus Deutschlehrern und den Schülerinnen des Deutsch-Leistungskurses, nominierte anschließend die gelungensten Beiträge. Als Hauptpreis dürfen jeweils zwölf Schüler der Klassenstufen 5 bis 8 sowie 9 bis K1 in der letzten Schulwoche an einem Workshop mit professionellen Schreibcoaches teilnehmen.

Doch natürlich ging es auch darum, die Sieger der beiden Altersgruppen zu küren. Wie bereits vor zwei Jahren wurde das Finale als Poetry Slam gestaltet. Die Zuschauer durften mit abstimmen und so die Siegertexte mitbestimmen. Bewertet wurden sowohl die Qualität der Texte als auch die Art des Vortrags.

Am Ende waren sich viele Beteiligte einig: Dieser Nachmittag war weit mehr als ein Wettbewerb. Die Schülerinnen und Schüler setzten sich in ihren Geschichten intensiv mit großen Themen des Lebens auseinander. Angst, Schuld, Leid, Hoffnung, Menschlichkeit und Mut standen im Mittelpunkt vieler Texte und sorgten immer wieder für nachdenkliche Momente und absolute Stille im Publikum.

In der Klassenstufe 5 bis 8 ging es besonders eng zu. Mit 33 Punkten der Publikumsjury belegte Emma Voß aus der 7b mit ihrem augenzwinkernden Märchen über einen sympathischen „Angsthasen“-Prinzen den dritten Platz. Benedict Friedland aus der 7b erreichte mit seinem Märchen „Der Dschinn aus der Vase“ und einer besonders engagierten Leseleistung den zweiten Platz.

Den Sieg sicherte sich schließlich Rebecca Berchner aus der 8b. Ihre Erzählung „Meine Schuld“ beeindruckte die Zuhörer mit tiefgründigen Gedanken über Schuld, Hoffnung und den Willen weiterzuleben.

In der Altersgruppe 9 bis K1 belegte Aleksandra Komarova aus der 9c mit ihrem Text „Der Raum“ den dritten Platz. Da sie sich aktuell in England befindet, wurde ihr Beitrag von Nala Wantz vorgelesen, die den emotionalen Text eindrucksvoll präsentierte.

Den zweiten Platz erreichte Kim Marie Wolf aus der K1 mit ihrer Erzählung „Ein normaler Tag“, die einen erschütternden Blick in den Alltag eines Konzentrationslagers wirft. Siegerin der älteren Altersgruppe wurde Pauline Bliesner aus der 10c mit ihrem Text „Nur ein Sitzplatz“. Ihre Geschichte thematisiert den Mut, sich gegen Rassismus zu stellen und trotz Angst Haltung zu zeigen.

Zwischen den beiden Wettbewerbsrunden sorgte unser neues Theaterprojekt mit der Loriot-Szene „Das Ei“ für einen humorvollen Kontrast. Nala Wantz und Linus Maser begeisterten das Publikum als streitendes Ehepaar und lockerten die intensive Atmosphäre immer wieder auf.

Unser Dank gilt allen Teilnehmern, Unterstützern und Helfern, die diesen besonderen literarischen Nachmittag möglich gemacht haben.

Schreibwettbewerb 2026 Sieger

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