Leistungskurs Kunst Fachexkursion nach Paris


Vom 10. bis 15. Februar wurde die große traditionelle Kunstexkursion durchgeführt. Sie dient zur Vorbereitung des Abiturs im Fach Kunst, weshalb für rein touristische Unternehmungen kaum Raum blieb.

 

An jedem Tag stand mindestens eines der weltberühmten Pariser Museen auf dem Programm. Die Erfahrung hat gezeigt, dass für gute Leistungen im Kunstabitur die Arbeit vor dem Original unerlässlich ist.

Bei einem zweiten Arbeitskomplex ging es um Architektur und Stadtplanung im Zeitraum von ca. 1850 bis zur Gegenwart bzw. Zukunft. Gerade in Paris lässt sich dies besonders gut demonstrieren: Angefangen bei den gewaltigen städtebaulichen Veränderungen durch Hausmann bis hin zu der weit in die Zukunft weisenden Architektur von la Défense.

 

In einem dritten Aufgabenbereich wurden intensive zeichnerische Studien durchgeführt. Es war gut zu beobachten, wie die Darstellungen von Tag zu Tag sicherer wurden und wie sich Blick und Beobachtungsgabe schärften.

Am ersten Tag flogen wir von Berlin nach Paris. Unser Jugendhotel lag direkt hinter dem Rathaus von Paris im ältesten Viertel, dem Marais. Von hier aus hatten wir die Möglichkeit, viele unserer Ziele zu Fuß zu erreichen und dabei die Stadt intensiv kennen zu lernen. So konnten wir gleich nach der Ankunft zur Ile St. Louis und zur Ile de la Cité, dem Ursprung von Paris, wo auch die gewaltige Kathedrale Nôtre Dame steht.

Der zweite Tag verlangte viel Aufmerksamkeit. Am Vormittag besuchten wir das Musée d'Orsay mit seiner weltberühmten Impressionistensammlung. Am Nachmittag stand das Musée Rodin auf dem Programm, wo vor allem das "Höllentor" und die "Bürger von Calais" für unseren Kunstunterricht von Bedeutung waren.

Der dritte Vormittag war dem Musée Picasso gewidmet. Hier konnten wir chronologisch die gesamte künstlerische Entwicklung und sämtliche Schaffensperioden dieses unglaublichen Künstlers studieren. Am Nachmittag wanderten wir quer durch das Marais zum Place des Vosges, dem ältesten und einem der schönsten Plätze von Paris. Da dort vor uns schon viele weltberühmte Künstler gezeichnet hatten, mussten wir dies natürlich ebenfalls tun.

Am Vormittag des vierten Tages fuhren wir nach la Défense, wo sich die führenden zeitgenössischen Architekten der Welt in beeindruckenden Bauwerken verwirklicht haben. Ein guter Anlass um über menschliche und soziale Aspekte der Stadtplanung und ein zukünftiges Leben in Stadtlandschaften zu reflektieren. Am Nachmittag dann wieder ein Höhepunkt für den Leistungskurs: das Centre Pompidou mit seiner reichhaltigen Sammlung der Kunst der klassischen Moderne bis hin zur Gegenwart.

Der fünfte Tag stand ganz im Zeichen des Louvre, für den alleine wir schon eine Woche benötigt hätten. So konnten wir uns nur einen Überblick verschaffen und Weniges vertiefen.

Und schon kam der sechste Tag, der den schweren Abschied aus dieser faszinierenden Stadt bedeutete. Doch vor dem Abflug gelang es uns, noch eine, an diesem Tag eröffnetet, große Sonderausstellung des surrealistischen Malers René Magritte zu besuchen. Eine Ausstellung von derartiger Qualität und einem solchen Umfang gab es bisher noch nie und solch ein Ereignis bringt nur eine Weltstadt zustande. Für den Leistungskurs war dies von unschätzbarem Wert, da dieser Künstler eine große Unterrichtseinheit darstellt und auch schon Abiturthema war.

Paris - wir werden dich nie vergessen.

Die Zeichnungen stammen von Anne Kärst. Sie legt in diesem Schuljahr ihr Kunstabitur ab.