Raus aus dem Archiv, rein ins bunte Galerie-Leben

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orgelow (NK). Keiner weiß mehr genau, wie es dazu kam, aber zu Beginn des Schuljahres stand sie plötzlich im Raum: die Idee, dass die Kunstwerke der Torgelower Gymnasiasten eigentlich zu schade sind, um sie gemäß irgendwelcher Verordnungen Jahr um Jahr zu archivieren und verstauben zu lassen. Viel sinnvoller wäre es doch, eine Auswahl von Arbeiten, die im Kunstunterricht entstanden sind, öffentlich zu präsentieren.

Mit dieser Idee sind die Torgelower Schüler bei dem Warener Galeristen und Künstler Christoph Ludewig vorstellig geworden. Dort rannten sie die sprichwörtlich offenen Türen ein. Christoph Ludewig wollte die Torgelow-Kunst raus aus den alten Gemäuern im Schloss rein in die „Kulturmetropole“ Waren holen. Ausstellungsräume sollten die Galerie „Horizonte“ und das Hotel „Kleines Meer“ sein. Lange wurde hin und her überlegt, welches Bild nun auf die Reise gehen sollte. Die getroffene Auswahl spiegelt das gesamte Spektrum der künstlerischen Arbeit wieder. Alle Altersgruppen, „Güteklassen“ und Techniken sind vertreten. Von der Buchillustration bis zur kinetischen Plastik, von grafischen Arbeiten bis zu Aquarellen, von Plastiken bis zu Architekturzeichnungen.

Am Sonntag war es dann soweit. Unter regem Publikumsinteresse wurde die Ausstellung im „Kleinen Meer“ eröffnet. Hoteldirektorin Kirsten Kurbjuhn und die Kunstlehrerin Frau Imken begrüßten die zahlreichen Gäste. Auf dem Klavier wurde die Veranstaltung virtuos von Eva-Maria Hoyler mit dem Mephisto Walzer von Liszt eröffnet. Zusammen mit den Gästen zogen junge Künstler anschließend in die Galerie „Horizonte“. Bevor Christoph Ludewig den zweiten Teil der Ausstellung in seinen Räumen eröffnete, intonierte der Schülerchor vor der Galerie ein nachdenkliches Lied zum Volkstrauertag, das die Sinnlosigkeit von Kriegen aufzeigt. Die auf dieser Doppelvernissage gezeigten Schülerarbeiten machen deutlich, dass die jungen Künstler die gestellten Aufgaben auf hohem Niveau angehen und zu sehr eindrucksvollen Ergebnissen kommen. Beide Ausstellungen sind bis Weihnachten geöffnet.

(Nordkurier/Müritz-Zeitung vom 26.11.2003)

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