Teamprojektwoche - Kunst 27.09. -01.01.2002


Dieses Jahr gab es wieder eine Projektfahrt für jedes Teamprojekt. Beim Projekt Kunst, das aus den Teilnehmern: Sophia, Ulrike, Marijke, Steffi, Sibylle, Patricia und Herrn Geschewski bestand, sollte eine Exkursion nach Maastricht über Emden, Groningen, Amsterdam und Utrecht stattfinden.

Unsere Fahrt startete am Freitag, den 27. September 2002.

Letztendlich waren wir startklar, auch wenn nun einige von uns kleinere Taschen auf den Schoß nehmen mussten, da der Minibus etwas zu klein für unsere Gruppe und unser Gepäck war. Unser erstes Ziel war Emden. Auf der Hinfahrt konnten wir uns ein wenig näher kennen lernen, denn nicht nur die Schüler sondern auch Herr Geschewski, unser Kunstlehrer, waren neu an der Schule.

Gegen 19 Uhr checkten wir im Hotel "Goldener Adler" ein. Das Hotel war recht schön und die Zimmer auch in Ordnung. Nach einer kurzen Verschnaufpause suchten wir uns ein gemütliches Restaurant, um Abendbrot zu essen. Wir fanden einen Mexikaner, in dem regelrecht der Bär brummte. Dort gab es leckere Tapas mit genauso leckeren Cocktails. Dabei brachte Herr Geschewski uns etwas Allgemeinwissen bei. Unsere Länderkunde war bisher recht bescheiden...

Am nächsten Morgen fuhren einige von uns mit Herrn Geschewski zur Nordsee, aber sie kamen enttäuscht zurück, da Ebbe herrschte. Währenddessen wanderten wir anderen ein wenig durch Emden.
Am Vormittag trafen wir uns alle wieder, um nach Emden in die Kunsthalle zu fahren, wo es einige interessante Ausstellungen zu besichtigen gab. Unter anderem eine von Ilja Kabakov, die uns besonders gut gefiel.

Später ging es weiter nach Groningen (Holland), dort wollten wir uns das Neue Museum ansehen, aber erst einmal suchten wir eine Gaststätte. Die Suche endete in einer Lunchbar, typisch holländisch. Dort habe ich übrigens eine Marktlücke entdeckt: ein Stäbchen, mit dem man die Zitrone im Mineralwasser ausdrücken kann.
Das Neue Museum war ein großes buntes Gebäude, das mitten im Wasser lag. Innen war es architektonisch ebenfalls interessant, aber erstaunlicherweise nicht so riesig, wie es von außen ausgesehen hatte. Zu sehen waren neben Design und moderner Malerei auch Siebdrucke von Andy Warhol. Dies war besonders wichtig für unser Projekt, da wir unser Buch mit Siebdruck herstellen wollen.

Um 17 Uhr fuhren wir weiter nach Amsterdam. Wir kamen eigentlich ganz gut durch und freuten uns auch, endlich am Ziel zu sein. Dennoch fanden wir unser Hotel namens "Utopia" (Wunschtraum - im wahrsten Sinne des Wortes) nicht. Letztendlich, nachdem unser Projektleiter mindestens 20mal gesagt hatte: "Wir sind gleich da", fanden wir unser Hotel. Zu unserem grenzenlosen Erstaunen handelte es sich um einen Coffee Shop, das heißt: eine Kifferbude! Zum Glück blieben wir nicht dort, denn Herr Geschewski meinte: "Wenn ihr hier einatmet, ist der Drogentest noch in 4 Wochen positiv."

Schließlich stiegen wir im Holiday Inn ab, was allerdings nicht ganz billig war. Aber es war ein sehr schönes Hotel und zum anderen war es schon mittlerweile 22 Uhr. Wir hatten Hunger und waren müde. Also blieben wir dort.

Am nächsten Morgen freuten wir uns riesig auf das Frühstück. Doch bei den Preisen verschwand unsere Frühstückslaune schlagartig. Dennoch aßen wir dort, das Buffet war riesig und es schmeckte super lecker. Dann diskutierten wir den weiteren Tagesverlauf. Wir einigten uns darauf, die zwei Museumsbesuche, die wir in Amsterdam geplant hatten, zu verschieben und nach einem Stadtbummel weiterzufahren, um in der Nähe eine andere Bleibe zu finden.

Gesagt, getan. Am Nachmittag fuhren wir nach Utrecht, eine schöne, kleine, idyllische Stadt. Dort fanden wir sofort ein Hotel, zwar war es nicht viel billiger als das Holiday Inn, dennoch war es schöner, geräumiger und Herr Geschewski sagte, wir hätten es uns verdient.

Am nächsten Morgen fuhr ein Teil der Gruppe mit Herrn Geschewski noch einmal nach Amsterdam, um dort die Ausstellungen zu besichtigen, die wir am Tag davor nicht hatten sehen können, darunter die aktuelle Ausstellung im Reichsmuseum und im Steldelijk Museum. Wir sahen moderne Malerei von Franz Ackermann und gingen anschließend noch in das Van Gogh Museum. Das hat uns schließlich am besten gefallen. Es war unglaublich beeindruckend, seine Bilder im Original zu sehen.
Die anderen besichtigten Utrecht. Dabei entdeckten sie ein Ufo, das auf einer hohen Turmspitze gelandet war!! Wir schossen einige Bilder, um sie später für unser Buch verwenden zu können.

Das letzte Ziel war Maastricht. Auch dort fanden wir zum Glück sehr schnell das Hotel, auch wenn Herr Geschewski wieder einmal entgegen der Fahrtrichtung die Einbahnstraße nahm. Aber das war o.k., denn sonst wären wir niemals dort angekommen. Das Hotel war ganz in Ordnung, nur der Treppenaufgang war sehr schmal und es war schwierig, die Koffer auf die Zimmer zu bekommen.

Am Abend setzten wir uns wieder zusammen, um über unser Buch und die Ausstellungen zu sprechen. Herr Geschewski erzählte uns viel über Drucktechniken und moderne Malerei von Neo Rauch, dessen Bilder wir am nächsten Tag sehen sollten. Da einige von uns vielleicht Design oder Innenarchitektur studieren wollen, sprachen wir lange über den Ablauf von Eignungsprüfungen. Wir beschlossen, einen Teil der Projektzeit für das Zeichentraining zu verwenden.

Nach dem Frühstück am nächsten Morgen hatten wir ein wenig Freizeit, um uns Andenken zu kaufen. Danach gingen wir ins Bonnefantenmuseum. Es gab eine Ausstellung mit Buchkunst und die Malereischau von Neo Rauch. Wir fanden die Bilder etwas seltsam... Aber Herr Geschewski meinte, dieser Maler hätte den Vincent-van-Gogh-Preis für moderne Malerei gewonnen. Naja, so ist das mit der Kunst.

Dann fuhren wir nach Hause. Nach 8 Stunden trafen wir endlich in Torgelow ein.
Auch wenn es unterwegs die eine oder andere Panne gegeben hatte, war der Ausflug sehr interessant und wir haben viel gesehen.

Patricia Scholz