Am Donnerstag vor den Osterferien fand im Audimax das Finale des Rezitationswettbewerb statt. Wie immer waren die überzeugendsten Darbietungen aus den in allen Klassen durchgeführten Vorausscheiden teilnahmeberechtigt. Jeder hatte die Möglichkeit, ein Gedicht seiner Wahl vorzutragen, und so bekamen die begeisterten Zuschauer ein stimmungsvolles, abwechslungsreiches Programm zu hören und auch zu sehen, denn viele Rezitationen wurden durch kreative Gestaltungsmittel begleitet.

In der Klassenstufe 5-7 hatten sich die Besten für bekannte Klassiker der deutschen Lyrik entschieden: Lilly Hegewald (Platz 3) hatte sich an die Goethe-Ballade „Der Zauberlehrling“ herangewagt. Auf den zweiten Platz kam Jan Wolf mit seiner heiteren Interpretation von Erich Kästners „Das verhexte Telefon“. Ganz knapp vor Jan sah die Jury seinen Bruder Ole, der Fontanes „Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland“ vortrug und dabei sogar perfekt den Dialekt nachahmte.

In der Klassenstufe 8-9 wurde es zunächst sehr nachdenklich, als Annik Reese (3. Platz) Ernst Jandls „my own song“ rezitierte. „Der Zauberlehrling“ hatte es auch Victoria Efremenko angetan, die mit ihrer lebendigen Darbietung den 2. Platz belegte. Mit deutlichem Abstand auf dem 1. Platz sah die Jury Josh Heuler, der in unnachahmlich pointierter Weise mit seiner Rezitation von „Kain&Abel“ (Autor: Bodo Wartke) das Publikum zum Lachen brachte.

Am schwierigsten war es, in der Klassenstufe 10-K1 einen Gewinner festzulegen. Hier hatten sich zwei Mädchen aus der K1 für Texte von Julia Engelmann, einer bekannten Poetry Slamerin, entschieden, und zwar Nele Winkler mit dem Liebesgedicht „Am liebsten von Dir“ (Platz 3) und Nathali Bergmann mit „Für meine Eltern“ - ein anrührender Dank an alle Mamas und Papas (Platz 2). Den ersten Platz erreichte Mareike Palmer mit dem modernen Gedicht „Escape Game“ von Andy Strauß – ein sehr nachdenklicher Text über einen jungen Menschen, der mit seinem Leben nicht zurechtkommt.