Teamprojektfahrt Leichtathletik 2012

Die sprintende, springende und werfende Zunft unserer Schule setzte erneut mit dem Fährschiff ins nördliche Nachbarland Dänemark über, um am Marielyster Strand ein geräumiges, toll ausgestattetes Ferienhaus zu beziehen.

Haupttrainingsplatz sollte auch dieses Mal der weiche Sand direkt am Meer sein. Unsere Sportler konnten mit zunehmender Anzahl der Trainingseinheiten das Paradoxon studieren, dass weiche Muskeln im weichen Ostseesand hart werden, wenn man nur genug hüpft und rennt. Bei einer ganzen Menge an Teamwettkämpfen kam dabei der Spaß allerdings auch nicht zu kurz. Spiele, Kraft und Sprungübungen konnten aber auch auf dem wunderbaren Rasenplatz direkt neben der Hütte absolviert werden Dabei gelang es Kalle, die zum Wurftraining benutzte Boulekugel so tief im anliegenden Brachland zu versenken, dass Archäologen der Zukunft krampfhaft rätseln werden, wie dieses Geschoss in Tiefen von einem Meter oder mehr vordringen konnte. Entspannung fanden die geschundenen Glieder im warmen Wasser des Indoor Pools oder in der hauseigenen Sauna. Dumm nur der grandiose Einfall von Herrn Berlin, das Planschbecken bei Regenwetter zur Wassergymnastik zu nutzen. Kurz vorm Erstickungstod durch Chlorgasvergiftung wurde diese Übungsstunde beendet.

Nach getaner Arbeit verwöhnte Frau Tüngethal die ganze Bande mit ihrer Kochkunst, ließ Mahlzeit um Mahlzeit zum Event werden. Gott sei Dank hatte die gute Fee der Küche fast alles bereits zu Hause eingekauft, denn bei einer kurzen Stippvisite im Aldi mussten wir erkennen, dass es sich bei dieser Einrichtung nicht um einen Discounter deutscher Prägung handelte, sondern eher um die dänische Raubritterzentrale.

Zum Relaxen stand ein ausgiebiger Freizeitbereich mit Billard, Tischtennis und anderen Spielen zur Verfügung. Diese traditionellen Vergnügungen fanden allerdings erst so richtig Anklang, als durch kategorische Anweisung der Regierung sämtliche elektronischen Geräte für einen Abend pausieren mussten. Ansonsten war das Blitzen, Flimmern und Flirren der Bildschirme eine dauerhafte Erscheinung in der Chill-out-Area.

Kaputt, müde, aber wohlbehalten kehrten alle Schüler wieder nach Hause zurück. Gerüchten zufolge sollen einige Mitglieder des Teamprojektes sofort in einen tiefen Erschöpfungsschlaf gefallen sein, der erst am Schluss der anschließenden Herbstferien endete.