Rom

Da man ab der Klassenstufe K2 nicht mehr dazu verpflichtet wird ein Teamprojekt zu wählen, bzw. auf die Teamprojektfahrt mitzukommen, hat man als K2’er eigentlich in dieser Woche frei. Jedoch gibt es immer wieder einige „Verrückte“, die auf die Woche länger Ferien verzichten wollen. Einige haben ihr Teamprojekt begleitet und 13 Schülerinnen und Schüler stellten sich der Herausforderung sich einer Woche lang Kultur pur gekoppelt mit Herrn und Frau Hartleben auszusetzen. Mit Erfolg!

Aus unserer Rom-Reise wurde eher eine Achterbahnfahrt der Überwältigung. Alles fing an mit dem ersten Schritt in die Stadt. Wir kamen nichtsahnend aus der Metro-Station, traten auf die Straße und das Erste was wir sahen war ein riesiges monumentales Steingebäude, welches wir (unserer herausragenden Allgemeinbildung sei Dank) gleich als das sagenumwobene Kolosseum identifizierten. Ein langes und mehrstimmiges „Wow“ war zu hören. An diesem Punkt realisierten wir erst, dass wir nicht mehr in Deutschland waren und dass wir nun, vor dem größten geschlossenen Gebäude der römischen Antike überhaupt standen. Die Begeisterung war in den Blicken der Anderen zu sehen und auch die Atmosphäre spiegelte dies wieder. Und sie ebbte auch die gesamte Woche nicht mehr ab. Die Geschichte der römischen Antike, die wir während unseres Besuchs im Forum Romanum und des Kolosseums erfahren haben, war ebenso interessant, wie die Spanische Treppe, oder der Trevi-Brunnen. Auch die Villa Borghese war ein absolutes Highlight, welches sicherlich noch einige Zeit braucht, um von uns verarbeitet zu werden. Die religiöse Seite Roms, bzw. der Vatikan stand auch auf dem (auf den ersten Blick abschreckenden, weil sehr vollen) Programm. Wieder folgte ein Highlight auf das nächste: Man betrat den Petersplatz und war überwältigt von der Pracht des Petersdoms und der Gebäude, die ihn umringten. Der nächste Schock folgte, als wir IN den Petersdom hineingingen. 

Dieses Gebäude war so riesig und prachtvoll, mit tonnenweise Gold und Marmor an der Decke und mit Wandgemälden, die einem die Sprache verschlugen. Mit einem Ort der Religiosität hatte das nicht mehr viel zu tun. Man merkte, dass hier nur der Machtbeweis der Päpste und damit auch der katholischen Kirche im Vordergrund stand. Und doch war man „voll geflasht“. Genauso unbeschreiblich waren die Vatikanischen Museen, die ihren Höhepunkt in der Sixtina bildeten, mit Michelangelos berühmtem Wandgemälde „Christus vor dem jüngsten Gericht“. Im Gegensatz dazu stand der Deutsche Friedhof, welcher so ziemlich den religiösesten Ort darstellte, an dem ich je war. Ein sehr kleiner, überschaubarer Platz, mit vielen Bäumen und natürlich den Grabsteinen und Denkmälern und daran angeschlossen eine kleine Kirche. Keiner sprach und man ergab sich quasi der Stimmung, bei der man, als gläubiger Mensch, die Präsenz Gottes so deutlich spüren konnte wie sonst nirgends. 

Den krönenden Abschluss unserer Kulturfahrt bildeten die Papstaudienz, bei der „Schloss Torgelow“ sogar mit einem kurzen Satz erwähnt wurde (die Pilgergruppen der verschiedenen Länder wurden aufgezählt) und wir „Papa Benedetto“ hautnah erleben konnten, sowie der anschließende Besuch der Engelsburg, die eine Aussicht bot, bei der einem der Atem stockte. Von dort oben konnte man wirklich fast GANZ Rom überblicken und nachvollziehen, wo man überall gewesen ist (das erklärte auch, warum unsere Füße jeden Abend aufs Neue SEHR wehtaten). Rom ist einfach eine wundervolle Stadt, die man definitiv auf seine Liste der „Places to go, before I die“ setzten sollte.

Abschließend gilt unser Dank auf jeden Fall Frau und Herrn Hartleben für die herausragende Planung dieser Reise. Hätte die Organisation nicht so einwandfrei funktioniert, wäre es nicht möglich gewesen, dass wir beispielsweise ohne Anzustehen in die Vatikanischen Museen gekommen wären, oder bei der Papstaudienz noch Sitzplätze bekommen hätten. Bei dieser Gelegenheit ist auch Lawrence großer Dank zuzusprechen, der seine Aufgabe als Dolmetscher exzellent erfüllt hat und einen großen Teil zur Organisation beigetragen hat. Diese Woche war unvergesslich.

Rebecca Fischer, K2