Philosophiestudenten für einen Tag

Die Frage „Was ist Philosophie?“ ist möglicherweise schon recht schwierig zu klären – aber „Was kann man mit einem abgeschlossenen Philosophiestudium im wirklichen Leben anfangen?“ ist noch schwerer zu verstehen.

Auf der Suche nach Antworten begaben sich interessierte Schüler der K1-Philosophiekurse auf nach Greifswald zum Hochschultag. Einen ganzen Tag „Student“ sein – da reizte es zumindest, bei herrlichem Frühlingswetter an einer Vorlesung und an dem dazugehörigen Seminar teilzunehmen. Nach einer Einführungsveranstaltung zum Studiumsaufbau sowie zu deren Inhalten führte Dr. Hartwig Frank unsere Gruppe in die Philosophie von Immanuel Kant ein. Er versuchte in Vorlesungsform die Kerngedanken der Kantschen Philosophie sowie das Anliegen in dem Werk „Kritik der reinen Vernunft“ darzustellen – in der Hoffnung, dass alle dem anschließenden Seminar zu einem Auszug aus dem Werk folgen können.

Bevor es jedoch dazu kam, nahmen die „Studenten für einen Tag“ die Atmosphäre der Universitätsstadt auf und ließen sich in einem Familien-Restaurant eines befreundeten K1er nieder. Gestärkt und neugierig auf ihr erstes Seminar an einer Uni ging es am Nachmittag mit „Kant“ weiter. 

Das „Eintauchen“ in die doch sehr theoretische Problematik wirkte auch für einige Direktstudenten recht anstrengend – ja, „Kant“ halt. Die kurzzeitige Diskussion über die „Frage nach der Existenz Gottes“ hätte aus unserer Sicht noch ausgebaut werden können – wir als Gäste hielten uns jedoch dann zurück und versuchten, der komplexen Thematik bis zum Schluss zu folgen.  

Was man nun mit einem Philosophiestudium nach dem Abschluss anfangen kann – darüber haben die Teilnehmer einige Informationen erhalten; wie ein Studium sein kann haben sie auch im Ansatz erfahren – was jedoch „Philosophie“ wirklich ausmacht – dies gilt es noch zu ergründen.