Mambo Italiano- oder die Reise ins Land, in dem die Zitronen blühen…

2 Teamprojekte, 17 Schüler, ein Projektleiter, eine Schulleiterin, ein Lehrer und ein Busfahrer, sowie ein Bus, fünf Appartements, 19 Stunden Geduld… und eine Mission,
mehr braucht man nicht für eine Teamprojektfahrt wie die Unsere.

Mit einem der wenigen Ziele außerhalb von Deutschland, waren wir auch die ihre sieben Sachen zusammen packten, um sie möglichst pünktlich in dem eigens für die Teamprojektfahrt gemieteten Bus zu verstauen. Nach anfänglicher Aufregung und einigem Chaos um die Sitzplätze kehrte ziemlich schnell Ruhe ein und den ersten Pionieren fielen die Augen zu.

Trotz der zahlreichen Pausen wurde das Busfahren recht schnell anstrengend und wir trösteten uns mit dem Gedanken an die warme italienische Herbstsonne, die mit den tristen Wolken, die wir morgens in München vorfanden, nicht viel gemeinsam haben konnte. Doch irgendwann hat auch die längste Busfahrt ein Ende und so erreichten wir gegen 17.00 Uhr endlich das wunderschöne Tignale am Gardasee. Der Anblick, der sich uns dort bot, entschädigte uns für alles und wir waren uns umgehend einig, dass wir mit unserer Teamprojektfahrt wieder einmal den „Jackpot“ geknackt hatten.

Zu viert untergebracht in kleinen Appartements mit eigener Terrasse und Blick auf den Gardasee begann noch am selben Abend unser Abenteuer Italien.

Als „Selbstversorger“ sollten wir eine Woche lang selbst kochen und wurden sogleich mit ungeahnten Herausforderungen konfrontiert. So mussten wir beispielsweise die Gegend nach einem Supermarkt absuchen und uns mit der Funktionsweise eines Gasherdes auseinandersetzen. Doch nachdem auch diese Hürden überwunden waren, saßen letztendlich alle Appartement-Bewohner vor gefüllten Tellern auf ihren Terrassen.

Diese Stärkung war im Hinblick auf die kommende Woche auch dringend nötig, denn unser Projektleiter hatte bei der gestaltung des Programm wirklich ganze Arbeit geleistet. Unser Weg führte uns vom Balkon in Verona, vor dem einst Romeo Julia seine Liebe gestanden hatte und furchteinflößenden Fantasywesen, die Laura ein Messer an die Kehle hielten und anderen Passanten die Frisur und somit wahrscheinlich auch den Tag zerstörten, über den Monte Baldo, von wo aus wir den ganzen Gardasee überblicken konnten, nach Mailand, wo wir die berühmten Ausstellungsräume von dem Mosaikhersteller Bisazza besichtigten und einfach nur mal shoppen waren. Ein großes Highlight für die meisten von uns war mit Sicherheit der Besuch auf dem Weingut mit anschließender Kostprobe...

Inspiriert durch die vielen verschiedenen Eindrücke des Tages begannen wir meist schon direkt im Bus unsere Ideen aufs Papier zu bringen. Die Ergebnisse stellten wir abends vor und feilten gemeinsam mit Herrn Meyer an den bestmöglichen Formulierungen, während Herr Geschewski mit seinem Kunstprojekt die gelungensten Fotos aussuchte. Und wenn uns dann einmal die Köpfe zu sehr rauchten, konnten wir uns schnell im angrenzenden Pool abkühlen.

Bei so vielen Möglichkeiten und Aufgaben verging unsere Teamprojektfahrt wie im Flug und schon hieß es wieder „Koffer packen.“ Nach dieser Woche versteht es sich wohl von selbst, dass wir von der Rückfahrt nicht mehr viel mitbekamen und schneller wieder in Torgelow waren, als wir gedacht hatten.