Schülerinnen des Hauptfachkurses Kunst präsentieren ihre Abschlussarbeiten

Wie jedes Jahr im März versammelten wir uns am 14. 3. 2016 mit großer Spannung auf der Schlosstreppe, um Kunst von Kunstschülerinnen zu genießen. Von dort aus führten uns die Abiturientinnen des Faches Kunst über das Schulgelände und präsentieren ihre unterschiedlichen Abschluss-Projekte:

Hannas Recycling-Kleid

In diesem Jahr begann Hanna mit der Vorstellung ihres Recycling-Kleides. Über Monate hatte sie Tetrapacks gesammelt und daraus ein zweiteiliges Kleid und eine Umhängetasche genäht. Ihr ist wichtig, dass Mode nicht nur schick ist, sondern auch zum Nachdenken anregt.

Annas Triptychon

Weiter ging es vom Musikzimmer in den Wintergarten. Dort wartete schon Anna mit einem expressionistischen Triptychon.

Sie verarbeitete ein Erlebnis, das sie in den Ferien in Südafrika hatte. Die Armut einers bettelnden Straßenjungen hatte sie stark beeindruckt und ihre Sicht auf die Welt verändert. Diese Geschichte erzählte sie uns anhand ihrer drei Bilder.

Lea, „What‘s behind the cover?“

Ein ungewöhnliches Projekt präsentierte Lea. Die Frage: „What‘s behind the cover?“ hatte sie sich schon oft gestellt. Was gibt ein Mensch preis, was steckt hinter der Maske eines Jeden von uns? Lea lüftete das Geheimnis hinter ihrer „Maske“, das in 13 Boxen versteckt war. Wir Zuschauer durften mit einer Vielzahl von Schlüsseln versuchen, diese Geheimnisse zu ergründen.

Politisch ging es im Audimax weiter. Marie hatte sich mit der Flüchtlingsproblematik beschäftigt und präsentierte eine Videoinstallation mit Schattenspiel.

Bilder der zerstörten Stadt Homs und Fotos von Geflüchteten wurde einer Szene gegenübergestellt, in der gegen die Aufnahme von Flüchtlingen in Deutschland protestiert wurde. Als Zuschauer standen wir zwischen diesen Bildwänden und mussten tief ergriffen erleben, wie menschenfeindlich häufig über die aus der Not Geflohenen gesprochen wird. Jedem wurde klar, dass es eine Frage der Humanität ist, Menschen in Not zu helfen, egal woher sie kommen. Kein Mensch ist illegal!

Johannas Projekt "Schönheit"

Schließlich präsentierte Johanna im Gewölbe des Kellers des Gelben Hauses eine sehr emotionale Tanzperformance zu einem Song Sarah Connors. Inmitten von Spiegeln wurden wir durch eine Klangcollage auf das Thema „Schönheit“ eingestimmt. Johanna verstand es mit ihren Bewegungen uns ihre persönliche „Schönheitsgeschichte“ zu erzählen. Sehr mutig!

Es war ein kurzweiliger, kulturvoller und emotionaler Nachmittag, den wir mit allen Beteiligten mit einem Umtrunk abschlossen. Als Kunstlehrerin bin ich unendlich stolz auf meine Schülerinnen. Sie haben Großes geleistet und werden mit ihren Werken noch lange für Gesprächsstoff auf Schloss Torgelow sorgen.

DANKE, ihr Lieben! Ihr seid TOLL!