Houston, we have a Torgelower: Adrian Eilingsfeld ist nun bei der NASA

Torgelow-Alumnus Adrian Eilingsfeld zusammen mit NASA-Astronaut Kevin A. Ford,

Adrian Eilingsfeld, Abiturjahrgang 2008, war in der Oberstufe Mitglied im Teamprojekt Biologie des privaten Internatsgymnasiums Schloss Torgelow. So war es dann auch keine Überraschung, als er gleich nach dem Abitur ein Studium der molekularen Biotechnologie an der TU Darmstadt aufnahm. Nach dem erfolgreichen Abschluss seines Masterstudiums – mit Auszeichnung – im Sommer 2013 war Adrian erst 23 Jahre alt, jung genug, um noch ein einjähriges Aufbaustudium anzuhängen, vorzugsweise im Ausland.

Am liebsten wäre Adrian dafür auf eine interdisziplinäre Hochschule in der Art der Starfleet Academy gegangen, so wie man sie aus den Filmen der Science-Fiction-Reihe »Star Trek« kennt (deutsch »Raumschiff Enterprise«). Diese fiktive Raumfahrtakademie brachte so berühmte Absolventen wie Captain James T. Kirk und Mr. Spock hervor. Aber sie ist ja leider nur fiktiv.

Tatsächlich gibt es, was viele nicht wissen, schon heute eine ganz ähnliche Hochschule, und zwar seit über 25 Jahren. Die International Space University (ISU) bildet Fachleute auf dem Gebiet der Raumfahrt aus und wurde 1987 zuerst als Summer School am Massachusetts Institute of Technology (MIT) gegründet. Inzwischen hat die ISU ihren eigenen festen Campus, dieser befindet sich in Illkirch-Graffenstaden am südlichen Stadtrand von Straßburg im Elsass. Seit der Gründung 1987 haben über 3.700 Studenten aus mehr als 100 Ländern einen Abschluss der ISU erworben.

Hier bewarb sich Adrian Anfang 2013 um einen Studienplatz im einjährigen Aufbaustudium »Master of Science in Space Studies«. Nicht zuletzt Dank der Referenz seines Torgelower Biologielehrers und seiner ausgezeichneten Noten in Schule und Studium gelang es Adrian im Sommer 2013, einen der begehrten Studienplätze, zusammen mit einem Stipendium der europäischen Raumfahrtbehörde ESA, zu erhalten. Im  Masterjahrgang 2014 ist Adrian der einzige Deutsche in einer Klasse von 38 Studenten aus 23 Nationen.

Der neunmonatige Theorieteil aus Vorlesungen, Einzel- und Gruppenprojekten liegt inzwischen hinter Adrian. Vier Module, jeweils gefolgt von einem schriftlichen Examen, waren dabei zu absolvieren. Seit Anfang Juni 2014 läuft nun der dreimonatige Praxisteil. Hier konnte Adrian Dank seiner speziellen Vorbildung in molekularer Biotechnologie einen echten Glückstreffer landen. Er arbeitet nun in einem Labor der NASA beim Johnson Space Center in Houston, wo er beim Aufbau eines Experiments für die Internationale Raumstation ISS mithelfen darf.