Die kalte Jahreszeit neigt sich dem Ende zu und unser Projekt „More than honey“ hat in diesem Jahr das erste Mal wieder draußen an den Beuten gearbeitet und nach unseren Schlossbienen geschaut. Durch die Presse und befreundete Imker, die über große Völkerverluste berichteten, machten wir uns auf das Schlimmste gefasst, doch unseren zwei Völkern geht es sehr gut. Wir nahmen die jährlich wiederkehrenden Arbeiten wie das Säubern des Fluglochs, die Überprüfung des Varroastatus sowie der Weiselrichtigkeit und die Analyse des Futterstands auf.

Ab Mitte April wird eine große Neuerung bei unseren Bienen zu bestaunen sein, denn die Schlossbienen werden an einer aktuell angelegten Studie der Freien Universität Berlin unter der Leitung von Prof. Dr. Dr. h.c. Randolf Menzel teilnehmen. In dem Forschungsprojekt „Bienen als Umweltspäher“ fungieren unsere Schlossbienen als Indikatoren für Umweltbelastungen. Hierfür wird eines unserer Völker mit Messelektroden ausgestattet, mit denen zeitlich und räumlich begrenzte Umweltbelastungen erkannt und so einer präzisen Analyse an der Universität zur Verfügung gestellt werden können. Dazu nehmen die Detektoren innerhalb des Bienenvolks fortlaufend und automatisch die Veränderung der Kooperation und Kommunikation im Volk auf, die durch die Aufnahme von Pestiziden erfolgt. Wir hoffen natürlich, dass unsere Bienchen den Wissenschaftlern gewinnbringende Ergebnisse liefern können.

Derweil erwarten wir in der nächsten Zeit das erste Ausschwärmen der Bienen zum beginnenden Frühling und ehe man sich versieht, können wir hoffentlich bald den ersten eigenen Schloss Torgelow Honig produzieren. Hierfür haben unsere Schüler aus der K1 im Kunstunterricht schon einmal Etiketten für die Honiggläser entworfen. Die Ergebnisse konnten wir jetzt das erste Mal begutachten. Es wird uns schwer fallen, uns zu entscheiden, denn die Etiketten sind alle einfach umwerfend geworden!