WeihnachtsIWO auf Schloss Torgelow

"Ich habe mich seit Wochen auf diesen Tag gefreut!" sagt Clara Lehmann mit einem Glitzern in den Augen. Sie spricht von dem besonderen Tag, dem Samstag am letzten Wochenende vor den Weihnachtsferien. Dieses Wochenende ist eines der sechs Internatswochenenden, aber keines dieser Wochenenden ist so beliebt wie das im Dezember.

Traditionell stand der Samstag im Zeichen des Weihnachstfests. Nach Einbruch der Dunkelheit begaben sich alle gemeinsam in die vier Kilometer entfernt liegende evangelische Kirche in Groß Gievitz. Sehr gemütlich war das Gotteshaus geschmückt, wohlige Wärme empfing die Besucher und bis auf den letzten Platz besetzt lauschten ganz kleine Kinder, Jugendliche, Heranwachsende, Lebenserfahrene und die reifere Generation den unterschiedlichsten musikalischen Beiträgen. Organisiert von Musiklehrerin Christiane Scherfig, entstand eine wunderbar-besinnliche Atmosphäre, gelang es den Mitwirkenden offensichtlich durch ihre gehaltvollen Präsentationen, wirkliche Weihnachtsstimmung zu schaffen.

Der Weg zurück ging nicht nur wegen der klirrenden Kälte besonders schnell, sondern, auch weil allen wenig Zeit blieb, um sich für das festliche Weihnachtsessen schick zu machen. Ein dreigängiges Menü erwartete die kleinen und großen Gäste, die in Anzug und Krawatte bzw. im Abendkleid erschienen waren. Maronencremesuppe, Hirschmedaillons und Mousse au Chocolat.

Arthur Neumeister (Kl. 5) hatte sichtlich Spass

Während bei sonstigen Festessen an Internatswochenenden die Klassenstufen abwechselnd ihre Mitschüler und die Erwachsenen bedienen müssen, bedienen an Weihnachten traditionell die Lehrer und Mentoren ihre Schüler. Mit einem Lächeln im Gesicht wurden den Schülerinnen und Schülern die Wünsche von den Augen abgelesen. Mit gewohnter Routine (das 14. Mal) bewältigten die Lehrer und Mentoren ihre Aufgabe souverän und waren am Ende sichtbar stolz, keine Teller fallen gelassen zu haben.

Dr. Jürgens voll konzentriert als Servicekraft

Umrahmt wurde die schweißtreibende Servicearbeit von den Abiturienten, die - wie es ebenfalls der Tradition entspricht - für die Gestaltung des Rahmenprogramms verantwortlich zeichneten. Als Vorboten des Abends waren Eisprinzessinnen in knappem Mieder unterwegs und verteilten Süßigkeiten. Die aufwändige Tischdekoration suchte ihresgleichen.

Eisiger Nebel stieg aus den Schalen

Die Tische waren mit silbernen Sternen bestreut, der Saal in tiefes Blau getaucht und in großen Wasserschüsseln rauchte Trockeneis über den Tisch.

Michelle Retzlaff

Im Anschluss an den Hauptgang sang Michelle Retzlaff mit atemberaubender Stimme und nach dem Dessert übernahmen die Abiturientinnen und Abiturienten mit lauter Begleitmusik die Herrschaft über Torgelow. Wer auf den Weihnachtsmann gewartet hatte, war sichtlich überrascht, denn Julia Heber überbrachte als Eisprinzessin nette und "weniger nette" Geschenke an ausgewählte Mitschüler und Lehrer, die mit stürmischem Applaus der Schülerinnen und Schüler bedacht wurden.

Eiskönigin Julia Heber

Zu guter Letzt wurde Gesamtleiter Markus Klein der Stimme beraubt um zu erklären, dass die anschließende Weihnachtsdisco ohne festgelegte Bettgehzeit stattfinden sollte.

Von den Abiturienten zum Schweigen gebracht

Die anschließende Disco mit Lehrern, Mentoren und Schülern war geprägt von der ausgelassenen Stimmung eines wunderbaren Tages auf Schloss Torgelow.